Vladimir Nabokov wurde in St. Petersburg geboren. Er hielt sich bereits als 11-Jähriger mit seinen Eltern und seinem Bruder in Bad Kissingen auf. In seinen Memoiren schreibt er von diesem Aufenthalt, bei dem seine schon damals vorliegende Begeisterung für Schmetterlinge nicht auf ungeteilte Freude bei den Verwandten stieß: „Bald fand ich heraus, dass ein Lepidopterologe (Schmetterlingsforscher), der seiner stillen Suche nachgeht, in anderen Wesen leicht seltsame Reaktionen auslöst. Wie oft, wenn es zu einem Picknick ging und ich verlegen versuchte, meine bescheidenen Gerätschaften unbemerkt in den nach Teer riechenden Char-a-Bancs (ein Teerpräparat sollte die Fliegen von den Pferden fernhalten) oder in das nach Teer riechende Opel-Cabriolet (so roch Benzin zu dieser Zeit) hineinzuschmuggeln, bemerkte irgendeine Cousine oder Tante: ‚Musst du dieses Netz da wirklich mitnehmen? Kannst du dich nicht wie ein normaler Junge beschäftigen? Findest du nicht, dass du allen den Spaß verdirbst?'" Nabokov ging dann 1917 vor der Oktoberrevolution nach Deutschland ins Exil, wanderte dann nach der Machübernahme der Nationalsozialisten mit seiner jüdischen Frau über Frankreich in die USA aus und kehrte dann zu Beginn der 60er Jahre nach Europa zurück. Während er den Lebensunterhalt zunächst mit Lehrtätigkeit an verschiedenen Universitäten bestritt, konnte er nach der Veröffentlichung des Romans „Lolita" vollständig vom Schreiben leben.
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